Wie schreibe ich guten Content

WordPress Feb 20, 2010 No Comments

Wir sind locker, wir sind dynamisch, wir wollen kompetent und glaubwürdig sein. Oftmals vertragen sich diese Eigenschaften nicht, wenn sie sich falsch angewendet in einem WordPress Post wiederfinden.

Jeder darf im Internet publizieren und das ist grundsätzlich gut. Jeder tut das auch, aber häufig finden sich Blogposts, die alleine durch ihre Formulierungskünste zum Verlassen der Seite anregen, weil gleich in der Überschrift oder im Intro an der Seriösität gezweifelt werden muss: das ist grundsätzlich schlecht.

Vereinen sich nun schlechte Recherche, unwahre Aussagen mit merkwürdigen Schlussfolgerungen, stellt der Blogger seine Kompetenz gleich selber infrage…

Themenblog

Grundsätzlich sollte niemand in einem Themenbereich bloggen, nur weil davon auszugehen ist, dass sich damit eines Tages Geld verdienen lässt. Das ist zwar größtenteils das Ziel, aber schon die grundsätzliche Entscheidung, in welchem Bereich ein Blogger tätig wird, ist oft falsch getroffen. Wähle das Thema deines Blogs so, dass du deinen Lesern fundierte Informationen liefern kannst, die einen echten Mehrwert darstellen. Blogge über Inhalte, in denen du dich auskennst, so dass du sicherstellen kannst, dass die Informationen, die du weitergibst, fachlich richtig sind.

Recherche

Auch wenn du dich mit deinem Blogthema gut auskennst und ein Experte bist, gehe immer den Weg über die Recherche zum Thema des Artikels, den du schreiben willst. So erhälst du Informationen, auf welche Weise der Content deines zukünftigen Posts gerade im Netz diskutiert wird. Wie die allgemeine Haltung der Internetuser zu diesem Thema ist. Greife Gedanken, die in deinen geplanten Content passen und die auf anderen Blogs diskutiert werden auf, aber kopiere sie nicht oder stelle lediglich die Formulierung um. Entwickle den Gedanken weiter und füge eigene Überlegungen hinzu.

Frage dich bei der Recherche, auf welche Quellen du dich dort verlässt. Handelt es sich um einen Themenbereich, in dem du selber ausgezeichnete und fundierte Kenntnisse hast, wirst du schnell beurteilen können, ob du die Quelle zitieren kannst. Bist du ein Anfänger in deinem Themenbereich, überlege dir Kontrollmechanismen, wie du eine Plausibiltitäskontrolle durchführen kannst. Google dein Thema erneut, mit anderen Schlüsselwörtern beispielsweise. Sieh dir andere Posts auf dem Blog an, den du als Quelle nutzen möchtest; du lernst auf diese Weise, welcher Quelle du trauen kannst.

Das Thema für den Post wählen

Im Zuge von Social Media ist beinahe jeder versucht, auf die jeweiligen NEWS des Tages aufzuspringen, die gerade in der eigenen Nische, die der Blog bedient, diskutiert werden. Überlege, ob das immer eine gute Idee ist und nimm vor allem eine realistische Einschätzung vor, wie dein Blog mit seinem Status bei einem aktuellen Thema abschneiden würde.

Die Formulierungen

Deine Posts gelten auch  Kunden die du noch gar nicht hast

Mit deiner ganz persönlichen (ich nenne es) Formulierungsetikette legst du die Weichen zu deiner eigenen Reputation und stellst damit langfristig die Bindung (oder eben auch nicht) zu deiner Zielgruppe im Speziellen und zu deiner Leserlaufkundschaft im Besonderen her. Darüberhinaus beginnst du mit dem allerersten Wort auf deinem Blog bereits für deine Kundengruppe, deine Klienten zu schreiben. Möglicherweise hast du diese Klienten noch gar nicht und willst sie im Laufe der Zeit erst über den Weg des Bloggens aquirieren?

Wenn du dich einer lockeren Ausdrucksweise bedienst, kommt das bei denjenigen deiner Leser gut an, die in diesem Punkt mit dir auf einem Level sind. Aber sind das die Leser, die letztendlich zu deinen Kunden werden und dein Produkt kaufen oder für deinen Service bezahlen würden?

Die Kommentare

Ist die Anzahl der Kommentare ein Gradmesser für die Qualität deiner Posts? Es wird auf jeden Fall allgemein so dargestellt. Ich sage, dass das keine Allgemeingültigkeit haben kann. Die Kommentare werden immer ein Spiegelbild der Qualität deines Content liefern, auch in ihren Inhalten. Die Anzahl der Kommentare ist nicht so relevant , deren Inhalt allerdings sehr wohl. Es gibt Blogs, die einen großen Stellenwert bei der Leserschaft einnehmen und die dennoch sehr wenig Kommentare vorweisen können, dafür ist die Anzahl ihrer Feedreader oder die Anzahl ihrer Newsletterabos umso größer. Das sind die Blogs, denen die Internetgemeinde Gehör schenkt, weil sie Inhalte in ihren Nischen liefern, die wertvoll sind und einen echten Mehrwert darstellen.

Die Headline

Zugegeben, die Headline ist ein ausgesprochen wichtiges Element deines Posts, gefolgt von denjenigen 7 Sekunden, die du Zeit hast, im Intro deines Posts den Leser an den Artikel zu binden. Verwende Sorgfalt auf die Überschrift, sie ist deine Eintrittskarte zum Leser. Kürzere Überschriften haben sich bewährt, was für einen Blogger nicht immer einfach ist. Aber z. B. eingekürzte Überschriften in einem FeedReader (weil deine Original Headline zu lang ist) können dazu führen, dass der Abonnent den Artikel nicht aufruft.

Die Artikelstruktur

Es gibt sehr viele Blogs, auf denen der Post als Fließtext dargestellt  und vollkommen ohne Formatierungen ins Netz gestellt wird. Es fehlen Absätze, Überschriften und eine thematische Unterteilung jeglicher Art. Das macht weniger Arbeit, trägt aber nicht zur sog. Usability bei, was ein wichtiger Aspekt von PageRank ist.

Zur Benutzerfreundlichkeit gehört die Formatierung eines Artikels dazu. Sie leitet den Leser auch visuell durch den Content und der Inhalt kann so auch besser aufgenommen werden. Es gibt komplexe Regelwerke, die sich nicht nur mit der rein technischen Seite der Textformatierung beschäftigen, auch mit ihrer psychologischen, ihrer sprachwissenschaftlchen uvm., was aber hier den Rahmen sprengen würde.

Die  Nutzung von h1 – h6  sollte allerdings konsequent durchgeführt werden.

Referenz an andere Blogger

Man kann beobachten, dass es kleinere Vernetzungen von Bloggern gibt, die in ihren Artikeln wechselseitig aufeinander hinweisen, um sich gegenseitig Clicks zu verschaffen. Grundsätzlich  sollten in einem Artikel, gerade auch im Intro nicht gleich mehrere Verweise auf andere Blogs eingebaut werden, vor allem nicht im Text selber.

Besser ist es, lediglich eine Referenz zu vergeben, wenn du das unbedingt im Intro tun willst und hier auch keinen Link zu setzen. Besser ist es außerdem, nicht nur die Vornamen deiner Bloggerfreunde zu setzen, sondern dem ganzen einen geschäftsmäßigen Unterton zu geben: Inspiriert von Max Mustermann vom überichblog und seinen Ausführungen zum Thema…

Den Link zu Max Mustermann setzt du am Ende deines Artikels. Allerdings sollte dir bewusst sein, dass der ständige Hinweis und die Verlinkung auf dein eigenes kleines Bloggernetzwerk von persönlichen Freunden beispielsweise auch etwas ist, das von Google bewertet wird, und zwar nicht besonders positiv, wenn sich derlei ständig in deinem Blog wiederholt. Ich sah vor kurzem einen WebThemenBlog, in dem diese Vorgehensweise in jedem Artikel dort vorkam.

Diese Verfahrensweise hat etwas von Linknetzwerk…

Kritik, Vermutungen, Behauptungen
Kritik

Selbstverständlich kannst du in deinen Posts Dinge kritisieren. Es ist aber empfehlenswert, dieses stets sachlich zu tun und sich nicht von Emotionen leiten zu lassen. Emotion und Sachlichkeit sind im Allgemeinen Dinge, die sich gegenseitig ausschliessen. Wenn du Kritik übst, dann begründe das deinen Lesern. Denke daran, dass diese Kritik auch wie eine Art Resumee betrachtet werden kann und du damit eine zusätzliche Chance in einem Post hast, dein Wissen und deine analytischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Vermutungen & Behauptungen

Vermutungen sind keine sicheren Erkenntnisse und sie fördern auch nicht das Bild von Glaubwürdigkeit und vor allem Kompetenz.

Behauptungen sind ebenfalls Dinge, denen keine wirkliche Quelle zugrunde liegt.

photocredit: pauline/pixelio

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