Facebook nimmt innerhalb der Social Media mit seinen fortwährenden Änderungen der Nutzungsbedinungen einen besonderen, aber nicht unbedingt besseren Status ein. Das Netzwerk ist bekannt dafür, permanent seine Nutzungsbedinungen zu ändern, vor allem stets in eigenem Interesse.
War die letzte Änderung der Nutzungsbedinungen auf Facebook der Versuch, in den Besitz sämtlicher Urheberrechte der im Netzwerk veröffentlichten Fotos zu kommen, so ist die aktuelle Änderung ein Tiefschlag gegen den Datenschutz.
Obwohl angeblich aufgrund des Hinwirkens von Datenschützern werden die neuesten Änderungen an den Nutzungsbedingungen als eine Vereinfachung verkauft. Tendenziell sind sie das auch, zumindest wird dem Accountinhaber mehr Kontrolle über den Schutz seiner Daten eingeräumt. Es kann nun genau kontrolliert werden, welcher Freund welchen Zugang zu welchen Informationen hat, sei es Fotos oder Beiträge.
Zu kritisieren ist die Voreinstellung, die Facebook seinen Usern anbietet. Belässt man es bei diesen Einstellungen, sind die gesamten Daten eines Accounts für Suchmaschinen auslesbar, also auch für Google.
Das beinhaltet dann das oft auf Facebook viel gerühmte Posten von politischen Überzeugungen, die Zelebrierung privater Eskapaden oder das Veröffentlichen sonstiger Dummheiten, die sich später in der Vita nicht besonders gut machen. Der amerikanische Präsident Barack Obama warnte unlängst Studenten vor allzu freizügiger Mitteilsamkeit auf Facebook. Amerikansiche Arbeitgeber nutzen dieses Portal regelmäßig zur Recherche über Bewerber und Mitarbeiter. Auch von deutschen Behörden ist mittlerweile bekannt, dass sie dort Accounts unterhalten, um sich zu informieren. Wobei hier, genau wie bei der Frage nach der Verwendung von Google Analytics, noch über die Rechtmäßigkeit derartiger Recherchen befunden werden muß.
Zwar bietet Facebook selbstverständlich die volle Kontrolle über die eigenen Daten, allerdings ist hier eine genaue Beschäftigung mit der Konfiguration der Nutzungsbedingungen erforderlich. Allein die Tatsache, dass die grundsätzlich im Account auf Facebook vorhandenen Grundeinstellungen die Privatsphäre nicht sichern, und das mit voller Absicht der Verantwortlichen, ist indiskutabel. Zumal es eine eindeutige Empfehlung von Facebook gibt, die voreingestellten Daten zu übernehmen.
U. a. sind diese Änderungen der Nutzungsbedinungen auch aufgrund von Forderungen der Nutzer entstanden, die sich eine Vereinfachung gewünscht haben, da Facebook in seinem gesamten Konzept dazu neigt, die User eher zu irritieren als Transparenz zu schaffen. Kein anderes Soziales Netzwerk änderte so oft in der Vergangenheit seine Nutzungsbedigungen oder sein Leistungsspektrum wie Facebook.
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Diese Zahlen wurden von Hitwise herausgegeben, einem Serviceanbieter für Analytictools, und betreffen den amerikanischen Markt, verdeutlichen aber den enormen Zulauf, den Facebook von 2008 auf 2009 bei seinen Accounts zu verzeichnen hat.
Wovon lebt der Nimbus Facebook, was macht ihn für so viele Menschen interessant? Sicherlich auch die Tatsache, dass in Zeiten, in denen wir den Verlust so mancher Werte beklagen müssen, mit dem Wort “Friend” ganze Generationen angesprochen werden. Freundschaft ist übrigens eine Begrifflichkeit, über die Mark Zuckerberg, Facebookgründer und jüngster Milliadär der Welt sagt: “Wer glaubt, dass jeder Facebook Kontakt ein Freund ist, der weiß nicht, was Freundschaft bedeutet”.

